Tennisschläger im Test - Ihr Tennis Ratgeber
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4 Tips zur Auswahl der passenden Tennissaiten sowie Bespannung

Natürlich oder künstlich?

Naturdarmsaiten sind meist teurer und haben eine entscheidend kürzere Lebensdauer als Kunststoffsaiten. Ohnehin macht es bis zu einem gewissen spielerischen Niveau keine großen Unterschiede, mit welcher Saite ein Racket bespannt wird. Im Anfänger- und Clubspielerbereich sind künstliche Besaitungen völlig ausreichend. Auf Turnierspieler-Niveau, wenn Athletik und Schlaghärte zunehmen, kann diese Frage allerdings entscheidend werden, da die beiden Saitentypen in dem Fall unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Denn die Naturdarmsaite gibt dem Ball ohne größeren Kraftaufwand durch ihre besseren Dehneigenschaften mehr Energie mit auf den Rückweg als die Kunststoffsaite. Bei dieser muss annähernd doppelt so viel Energie selbst aufgewendet werden.

Wenn künstlich, dann welche Saite?

Wir nehmen jetzt einfach einmal an, Sie sind eine Spielerin oder ein Spieler, die mit Freude bei der Sache ist und vielleicht gern mal am Wochenende oder nach Feierabend mit Freunden und Kollegen Tennis spielt – Sie sind also kein/e Turnierspieler/in. Dann ist eine Besaitung aus Polyester für Sie wohl die richtige Wahl. Sie ist recht günstig, weist gute Eigenschaften auf und hält auch ein paar Monate. Sie können ruhig einen dünneren Strang (es gibt verschiedene Saitenstärken) auswählen, da Ihnen dieser mehr Elastizität, Ballgefühl, Spin und auch mehr Armschonung bieten. Dafür hält hält ein dickerer Strang naturgemäß länger als ein dünnerer.

Die Bespannungshärte

Wir bleiben bei der Annahme, dass sie ein Freizeitspieler sind. Auch auf diesem Niveau ist es aber – wie bei den Profis auch – bereits sehr wichtig, mit welcher Härte Sie Ihren Schläger bespannen lassen. Und das hängt ein wenig von Ihrem Spieltypus ab. Wenn Sie weich bespannen lassen, werden Sie mehr Power in Ihrem Spiel haben und dafür ein wenig an Spielkontrolle einbüßen. Eine eher harte Bespannung führt dazu, dass die Kontrolle steigt, Sie aber für jeden Ihrer Schläge mehr Kraft aufwenden müssen. In diesem Fall rechnen Sie auch damit, dass die Belastung für den Schlagarm steigt und das Gefühl für den Ball im Moment des Schlags sinken wird. Alles in allem ist eine weichere Bespannung also eher zu empfehlen.

Wann muss eine Saite gewechselt werden?

Die Besaitung eines Tennisschlägers nutzt sich natürlich ab. Aber woran merkt man, dass es Zeit wird, die Saite auszutauschen? Wer etwas erfahrener ist, erkennt das am Klang der Saite – dieser verändert sich. Manchmal reißen die Saiten auch unvermittelt während des Spielens. Auch wenn die Länge der eigenen Schläge immer mehr zunimmt, ist das ein Hinweis dafür, dass die Saite getauscht werden sollte. Als Faustregel gilt: So oft, wie man pro Woche Tennis spielt, so oft sollte pro Jahr die Besaitung gewechselt werden. Häufigere Wechsel werden mitunter auch ganz schön teuer. Oft lohnt es sich aber, im Tennisclub mal herumzufragen; viele erfahrene Spieler und Turnierspieler haben eine eigene Besaitungsmaschine und bespannen Ihren Schläger vielleicht zu einem günstigeren Preis, als Sie ihn in einem Sportgeschäft erhalten.